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Chirurgische Ausbildung trotz Pandemie

Chirurgen arbeiten in einem Bereich der Medizin, in dem manuelles Geschick, Training und Übung besonders wichtig sind.


(v. l.) Dr. Armin Simeoni, Prof. Bruno Podesser, Prim. PD Dr. Afshin Assadian, Dr. Herwig Trischler, Dr. Fadi Taher, Dr. Corinna Walter, Dr. Markus Plimon. Foto: Klinik Ottakring

In den Pandemiejahren waren sie von einem Mangel an Training besonders betroffen. Einerseits waren und sind die Elektivfallzahlen infolge Reduktion der elektiven Operationen deutlich geringer als in den Jahren zuvor, andererseits ist der Besuch der so wichtigen technischen Kurse infolge der Reduktion sozialer Kontakte und Reisebeschränkungen nicht mehr möglich. Beim größten internationalen gefäßchirurgischen Kongress, dem EVC Maastricht im März, wurde eigens ein Hands-on-Training für offene Aortenchirurgie über ein zentrales Studio in Maastricht an sieben Standorten in fünf Ländern in Europa durchgeführt. Federführend dabei war die Wiener gefäßchirurgische Abteilung der Klinik Ottakring.

Aortenprozedur via VR-Brille

„Technische Kurse an Modellen oder Simulatoren haben in den letzten Jahren einen Paradigmenwechsel von ‚see one, do one, teach one‘ zu vertiefter technischer Ausbildung in einem ruhigen, reproduzierbaren Umfeld ermöglicht“, sagt Prim. PD Dr. Afshin Assadian, wissenschaftlicher Sprecher des Gefäßforums Österreich und Leiter der Gefäßchirurgie Klinik Ottakring. Die Lernkurve der Ausbildung wird weg von dem Patienten hin zu Modellen und Simulatoren verschoben, ein wichtiger Aspekt in der Umsetzung verbesserter Patientensicherheit. Dieser Problematik Rechnung tragend, bieten Firmen zunehmend technische Konzepte an, um Remote Training und Proctoring, die Unterstützung eines operativen Eingriffes durch einen erfahrenen Kollegen, sicher und mit hoher Qualität zu ermöglichen. So konnte z. B. im Rahmen des Österreichischen Gefäßchirurgenkongresses 2020 mit der Unterstützung der Firma Medtronic ein virtuelles Arbeitsumfeld mithilfe einer Virtual-Reality (VR)-Brille und eines elektronischen Aorten-Simulators geschaffen werden, in dem eine Kollegin in Ausbildung, von einer Fachärztin angeleitet, eine komplexe Aortenprozedur zur Aneurysmabehandlung durchführen konnte.

Weltweite Premiere

Der EVC Maastricht ist der größte internationale gefäßchirurgische Kongress mit einem Schwerpunkt auf technischer Aus- und Weiterbildung an Modellen und Simulatoren. 2021 fand der Kongress ausschließlich virtuell statt. Am Standort Klinik Ottakring in Wien wurden unter der Leitung von Prim PD Dr. Assadian, Dr. Fadi Taher und Dr. Markus Plimon an zwei von Vascular International (VI) entwickelten Aortentrainern acht Kollegen in Techniken und Methoden der offenen Aortenchirurgie unterwiesen. Als aktiver Gast war Herzchirurg Univ.-Prof. Dr. Bruno Podesser, Leiter Department of Biomedival Research Medizinische Universität Wien, ebenfalls vor Ort. Die Kooperation zwischen der Gefäßchirurgie KOR und dem Institut von Professor Podesser dient der Entwicklung und Etablierung von Simulatorentraining im Ausbildungscurriculum. Diese Veranstaltung war die erste weltweit, in der in einem Studio in Maastricht gemäß einem eigens von VI entwickelten Protokoll zwei Chirurgen die Techniken demonstriert und voroperiert haben und danach unter Observation der Tutoren vor Ort und den Kollegen in Maastricht über Videostreaming die Trainees den Eingriff in fünf Ländern gleichzeitig durchführen konnten. So konnten 28 junge Gefäßchirurgen ein aktives, qualitativ hochwertiges, von internationalen Spezialisten geleitetes Training absolvieren. Das Interesse passiver Zuseher war ebenfalls sehr hoch, mehr als 300 internationale Kollegen haben die Trainingseinheiten gestreamt. rh

Die Videos des Remote-Trainings stehen unter folgendem Link zur Verfügung: www.gefaessforum.at


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Moorheilbad Harbach; 3970 Moorbad Harbach [zur Ausschreibung]

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Evangelisches Krankenhaus Wien; 1180 Wien [zur Ausschreibung]

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