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Beratung – Gibt es auf medizinische Berufe spezialisierte Netzwerke?

So finden Sie mit den richtigen Beratern durch den Rechts-, Steuer- und Versicherungsdschungel.


Foto:istockphoto/sturti

Autorin: Tina Jung, MBA, MEDconcept Unternehmens-beratung GmbH, www.medconcept.at. Foto: zvg

In der Beraterpraxis erhalten wir nahezu täglich Anfragen, wer bei Themen wie zum Beispiel der Finanzierbarkeit bei Arbeitsunfällen, Vertragsinhalten bei der Ordinationsübernahme oder auch wirtschaftlichen Fragen rund um die Praxis der richtige Ansprechpartner ist. Drei Berufsgruppen helfen auf dem Weg durch den Dschungel an Vorschriften, Gesetzen, Steuern und Versicherungsbedingungen: der Steuerberater, der Rechtsanwalt und der Versicherer.

Wie kann der Steuerberater helfen?

Spezialisten auf dem Gebiet der Steuer- und Unternehmensberatung begleiten Sie von der Praxisgründung bis zu Ihrer Eröffnung, von der Umstrukturierung bis zur Ordinationsnachfolge und sind auch Ansprechpartner, wenn es um spezielle Anliegen wie etwa eine Ordinationsbewertung, Gruppenpraxisgründung oder eine lang­fristige Investitionsplanung geht.

Insbesondere beim Start in die Selbstständigkeit werden die Rahmenbedingungen für die nächsten Lebensjahrzehnte gelegt. Aus diesem Grund ist es ratsam, einen Berater hinzuzuziehen, der idealerweise bereits Mediziner auf diesem Weg begleitet hat und somit Ihre Sprache spricht. Für den Steuerberater ist es beispielsweise zwingend notwendig, sich mit dem Wohlfahrtsfonds auszukennen. Eine optimale steuerliche Beratung kann nur erfolgen, wenn Kenntnisse über die gesetzliche und berufsständische Absicherung vorhanden sind.

Ein Steuerberater sollte nicht nur sicherstellen, dass alle gesetzlichen Verpflichtungen fristgerecht erfüllt werden, sowie alle Kontakte mit dem Finanzamt und anderen Behörden übernehmen, er ist vielmehr ein aktiver Gestaltungsberater in den verschiedensten Situationen und Fragestellungen, wie etwa „Was ist meine Praxis wert?“, „Lohnt sich eine Investition?“ oder „Welche Möglichkeiten der Gewinnverteilung gibt es bei der Gruppenpraxis?“

Wie kann der Rechtsanwalt helfen?

Zur rechtlichen Beratung inklusive fach- und berufsspezifischer Vorschriften gehören insbesondere das Kassenvertragsrecht, spezifisches Arbeitsrecht, die Gestaltung des Rechtsverhältnisses zu Patienten und die Haftung für mögliche Kunst- und Aufklärungsfehler. 

Ein Beispiel ist der Übergabevertrag. Hier wird häufig versucht, aufgrund des damit verbundenen Mehraufwandes von der Errichtung eines schriftlichen Übergabevertrages abzusehen mit dem Hinweis, unter „Berufskollegen“ könne man ja auch eine mündliche Vereinbarung abschließen.
Von derartigen mündlichen Vereinbarungen ist genauso abzuraten wie von „selbstgebastelten“ Verträgen, die aus Vertragsmustern und Verträgen, die Berufskollegen abgeschlossen haben, „zusammengestoppelt“ werden. Jeder Vertrag beinhaltet gesetzliche Regelungen – bei Kassenordinationen übrigens auch jene des Gesamtvertrages – die man gut kennen muss, um die Wirkung vertraglicher Bestimmungen beurteilen zu können. Nachdem in diesem Fall die Übernahme einer Ordination eines der größten Geschäfte ist, die man üblicherweise in einem Arztleben tätigt, sollte jedenfalls immer die professionelle Errichtung eines schriftlichen Vertrages erfolgen.

Wie kann der Versicherer helfen?

Versicherungsbedingungen sind eine Kombination aus Juristendeutsch und versicherungsspezifischen Fachausdrücken und daher für den Laien zumeist unverständlich. Doch gerade dieser Teil entscheidet oftmals, ob die Versicherung im Schadenfall greift oder nicht. Eine Ordination gehört umfassend, aber trotzdem nicht kostenintensiv abgesichert. Ein Versicherungsspezialist erarbeitet mit Ihnen gemeinsam ein auf Sie und Ihre Ordination zugeschnittenes Konzept, damit Sie auch „für den Fall der Fälle“ umfassend abgesichert sind.
Insbesondere Haftpflicht und Rechtsschutz sind die komplexesten Produkte in der Versicherungswelt. Die Besonderheiten der Arzthaftpflicht sowie die Tatsache, dass unterschiedliche Fachrichtungen ganz spezielle Deckungen benötigen, verlangen zwingend nach spezialisierten Beratern. Darüber hinaus ist die Betriebsunterbrechungsversicherung (BUFT) für freiberuflich Tätige, die für kurzfristige Einkommensausfälle aufkommt, ein Produkt, bei dem sich die Anzahl von Spezialisten auf nur einige wenige Personen in ganz Österreich beschränkt. Gerade dieser Umstand führte in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen innerhalb der Ärzteschaft, hätte aber durch die Begleitung eines Spezialisten vermieden werden können.
Die Vorteile von spezialisierten Beratern liegen somit klar auf der Hand: Sie können sich immer absolut sicher sein, optimal, ganzheitlich und rechtskonform zu praktizieren!

Tipp

Es gibt auf medizinische Berufe spezialisierte Netzwerke, in denen Steuerberater, Rechtsanwälte, Versicherer und Unternehmensberater „Hand in Hand“ zusammenarbeiten.

 

 


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