Manager: Zugpferd, Wollmilchsau oder störrischer Esel?

 

Im zunehmenden Wettbewerb ist der geeignete Managementstil ein entscheidender Erfolgsfaktor. Gefragt sind Führungspersönlichkeiten, die mehr und mehr das Bild einer „eierlegenden Wollmilchsau“ verkörpern, aber auch andere Anlehnungen an das Tierreich sind erlaubt!

 

Ein Entscheider benötigt zuverlässige, umfangreiche und vor allem schnelle Information, um seine Aufgaben bewältigen zu können, sowie die Fähigkeit, diese Informationen auch in die Kategorien „wesentlich“ und „unwesentlich“ zu trennen, um schließlich aus dem „Wesentlichen“ die passende Handlungsstrategie abzuleiten. Ein hochkomplexes Unterfangen – woher kommt diese Kompetenz? Und: Kann man managen lernen?

 

Führen heißt leidenschaftlich sein

Managen ja, führen nein – sind sich Experten einig, denn Führen bedeutet, zusätzliche Qualitäten wie Leidenschaft an den Tag zu legen und einen besonderen Charakter zu besitzen. Manager gehören zur Kategorie „erfolgreiche Menschen“, die im sozialen Umgang gerne Entscheidungen treffen; Misserfolgsmenschen hingegen schieben Entscheidungen vor sich her. Erfolgreiche Menschen verfügen über wirkungsvolle Aktionsstrategien, die sie zum Handeln befähigen. Es nützt nichts, gute Pläne zu haben, wenn diese nicht umgesetzt werden. Der Wille zur Entscheidung und deren Umsetzung tragen maßgeblich auch zu ihrem eigenen Verhalten bei. Manager sind Aktivisten der ersten Stunde im Lernen, sie sind hochsensibel in der Wahrnehmung der Umwelt und zumeist unzufrieden im Status quo einer Unternehmung. Nicht zu vergessen auch ihre ausgeprägte Fähigkeit zum divergenten Denken – also ihre Problemlösefähigkeit, die auf einer Synergie aus Wissen, Erfahrung und Kreativität beruht. Ein gewisser Weitblick in die Zukunft ist für sie (über)lebensnotwendig.

 

Ideale Managertypen

Gut managen heißt aber auch, Menschen und Projekte mit Mut und Ausdauer von A bis Z zu führen – durch gute und durch schlechte Zeiten. Wahre Managereigenschaften zeigen sich oft erst in Krisensituationen, in denen die Mitarbeiter ihr eigenes Wohl blind in die Hand des Managers legen müssen. Um die Mitarbeiter gezielt in ihren Positionen einzusetzen, benötigt das Management ausreichend Fingerspitzengefühl, Menschenkenntnis sowie eine gewisse Portion an Charakterstärke und Eigendynamik, um die Menschen mitzureißen. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Manager dies auf unterschiedliche Art und Weise tun – daraus resultieren idealtypische Stile des Managements:

  • Der Coach, der seine Mitarbeiter gut motivieren kann, selbst anpackt und dadurch Vorbild ist. Sein beziehungsorientierter, sozialer Führungsstil dient der Erhaltung der Zufriedenheit seiner Mitarbeiter, ebenso behält er ihre Kompetenzen im Auge.
  • Der Moderator besitzt eher einen direkten Führungsstil. Er kontrolliert, beeinflusst, greift ein, ist in seiner Autorität anerkannt und setzt sich durch. Er kann flexibel die Menschen erkennen und beeinflussen.
  • Der Partizipant delegiert Aufgaben, er leitet seine Angestellten eher als er sie kontrolliert, er pflegt den regelmäßigen Austausch und fördert in starkem Maße das eigene Reflektieren wie auch das der Mitarbeiter.
  • Der Integrative will alles mit vielen Kompromissen unter einen Hut bringen. Er versucht mittels intellektueller Herangehensweise und aufgrund von Zahlen und Fakten, seine Mitarbeiter zu steuern. Er integriert die Theorie in die Praxis und die Mitarbeiter in das System der Firma.